Festival 2017

The first Contemporary Flamenco Festival Hamburg – FFHH – took place in october 2017 in Hamburg, Germany. For Documentation and Information check: FFHH 2017

Am 07. Oktober 2017  fand zum ersten Mal das Flamenco Festival FFHH in Hamburg statt. Für Dokumentation und Infos schaut unter FFHH 2017 nach.

La primera edición del Festival FFHH se realizó en Hamburgo en octubre 2017. Para más informaciones y documentación: FFHH 2017

Programmflyer

Flamenco Festival Hamburg – FFHH

Der Flamenco gehört zu einer jener faszinierenden Kunstformen, die sich unter Bewahrung traditioneller, kultureller Identität immerzu weiterentwickeln- zu jeder Zeit zeitgenössisch.

Eine ganze Generation ambitionierter Künstler*innen begann in den Jahren nach der spanischen Diktatur neue, freiere Perspektiven auf das Vertraute zu entwickeln und die Frage nach dem Recht an dieser, so identitätsgeladenen, Kunst neu zu stellen. Unter Bewahrung seiner alltäglichen und allgemeinen Lebendigkeit, die Begeisterte aus aller Welt immer wieder in dessen andalusische Wiege zieht, hat der Flamenco, im Austausch mit anderen Kunstformen, mit der Zeit neue Formate entwickelt. Ob er dabei immer als solcher erkennbar bleibt ist die zweifelnde Frage der einen, das Sichtbarmachen dieser Ideen und Konzepte die drängende Ambition der anderen. Außer Frage steht dabei: Der Flamenco verliert nie an Aktualität. Er ist im Geschehen- er ist Geschehen. Ob als Mittel politischen Ausdrucks, Straßen- und Kneipenkunst, auf Opernbühnen oder zeitgenössischen Festivals, vielleicht auch in der Gestik und Mimik eines Gesprächs: Der Flamenco ist an vielen Orten Zuhause.

Auch in Hamburg.

Dieses Potential möchten wir mit dem Hamburger Flamencofestival zeigen. Wir möchten miteinander bekannt machen und uns voneinander inspirieren lassen. Sevilla, Granada, Jerez de la Frontera, … viele dieser andalusischen Städte haben Hamburg bereits viel geboten. Jedes Jahr reisen zahlreiche Flamencotouristinnen in die südspanischen Orte um sich in international ausgerichteten Akademien weiterzubilden. Nicht wenige von ihnen machen das Hobby bei Rückkehr schließlich zum Beruf. Mit dem Festival in Hamburg möchten wir der künstlerischen Szene in Sevilla etwas zurückgeben. Nicht zuletzt, um eine solidarische Brücke der Kunst zu schlagen, zwischen dem gebeutelten Süden Europas und dem vergleichsweise wohlhabenden Norden. Hamburg als Metropole zeitgenössischer Kunst, als Ort frischen Windes und bewegter Menschen kann als Promotor wirken für viele ambitionierte Produktionen, die es sonst nur schwer über die spanische Grenze schaffen- oft aus recht profanen Gründen. Und es kann den Markt öffnen für ein breiteres, europäisches Publikum, für das Flamenco bisher in einem Atemzug mit Stierkampf, Carmen und Tapas klang.

Neben Auftritten internationaler Flamencokünstlerinnen der zeitgenössischen Szene, soll es auch weitere Aktivitäten geben, die die Ränder dieser Kunst beleuchten, sie in Verbindung setzen mit bildender Kunst und politischer Bewegung. Der Flamenco als soziale Praxis, als Mittel des Ausdrucks von Leid, Erinnerung und Freude soll dabei ebenso sinnlich erlebbar werden, wie die kritische Diskussion über Aspekte von Macht, Geschlecht und Repräsentation einen Ort haben wird.

Hamburg als Stadt kritischer Szene und bewegter, kultureller Öffentlichkeit, als Universitätsstadt und moderne Kunstmetropole, bietet dafür beste Voraussetzungen des Gelingens.

Flamenco ist greifbar- und das auch in Hamburg. Deshalb soll selbstverständlich auch die lokale Szene von dem Festival profitieren und ihren Teil beitragen. So können Lehrende, Lernende, und Kulturschaffende von der Anwesenheit verschiedener Künstler*innen profitieren, die neben ihren Auftritten auch ihr Können in Kursen weitergeben und hiesigen Künstler*innen kann ein erweitertes Publikum geboten werden.

Was in Berlin bereits blüht und gedeiht, brodelt in Hamburg. So ist der Flamenco bereits selbstverständlicher Teil kleinerer Festspiele und alljährlicher kultureller Ereignisse der Stadt- gehen wir gemeinsam noch einen Schritt weiter. Lassen Sie sich überraschen-

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